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Darshano L. RieserDarshano L. Rieser
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Route Nr.: | Letzte Änderung: 20.08.2026
Alle -> Österreich -> Zillertaler Alpen -> Nördl. SchwarzkopfZURÜCK
Nordwand | Ausrichtung: Nordwest

Mysterium der Leere

grüne Linie > Echo 2/5 im Spiegelkabinett des Seins

In dem, was unnennbar jenseits ist, erscheint und vergeht - davon unberührt und doch nicht getrennt davon – Alles und Nichts: das Mysterium der Leere, der Zauber der Fülle, und mit ihr das Lebensglück mit all der Ambivalenz des Daseins. Scheinbar real, und doch scheinbar nur Schein. Ambig. Das Spiegelkabinett des Seins.

UIAA VI+ | 300 Km | Kletterzeit 3 Std.

Klettermeter: 520m | Routenhöhe: 350m | 550m | Gipfelhöhe: 3082m
Standplatz: Gute Sanduhrschlingen (belassen) | Fels: Granit, Urgestein
Charakter: alpin

Die Route an sich ist schön und anregend. Angesichts der Tatsache, dass nur 4 SL in Seilschaft geklettert werden, während der Vorbau ebenso wie der Gipfelaufbau Seilfrei-Gelände darstellen, kann sie aber nicht wirklich als lohnend bezeichnet werden (aber was kann man von der LEERE auch großartig mehr erwarten =|;)

Routenverlauf

Ab dem "Vorbau" laut Zustieg: siehe Topo. Die Route steigt etwa in Wandmitte bei den markanten Verschneidungsrissen ein und endet am vorletzten Stand der Kanten-Routen auf dem Westgrat.

Material

Die Erstbegeher schlugen einen Zwischenhaken (belassen) und legten dort und da einen Friend. An den Ständen fädelten sie jeweils eine dicke Sanduhrschlinge (belassen).

Ausgangspunkt

Mayrhofen, Bärenbad / Zillergrund

Zustieg

Mayrhofen > Zillergrund > Bärenbad > Staumauerkrone > Plauener-Hütte. Von dort den Weg Richtung Reichenspitz nehmen und frühzeitig nach rechts abzweigen und zur gut sichtbaren Hüttenkante (Schwarzkopf Westkante) aufsteigen. Dort in den nordseitig gelegenen linken Wandvorbau einsteigen und entlang der zerrissenen "Langvorella"-Diagonal-Rampe - unter dem schwarzen Wandbereich weiter und weiter nach links hinauf querend - zu den markanten Verschneidungsrissen, die rechts abzweigend in die Wand hinauf leiten und an deren Einstieg die eigentliche Route beginnt (große gelbe Schlinge). > Randnotiz: der heurige Rekord-Hitze-Juni hat von den üblicherweise vom Wandfuß ins Kar hinabreichenden Schneefeldern schon jetzt, Ende erste August-Woche, nichts mehr übriggelassen. Auch die Route "Jenseits von Allem und Nichts" (links außen) reicht aufgrund der neuerdings vollkommen abgeschmolzenen Altschneefüllung vollkommen trocken gut eine SL tiefer ins Kar hinab. Ganz zu schweigen davon, wie sehr der gegenüberliegende Gletscher unter der Reichenspitz Südwand, das Kuchelmooskees, zurückgegangen ist.

Abstieg

Entweder mit 60m-Doppelseilsträngen über die benachbarte Route "Lebensglück" zurück zum Wandfuß abfahren, oder über das "Mysterium der Leere" zurück abseilen (Achtung Seil verklemmt sich dort gern). Alternativ ab dem höchsten Stand seilfrei (meist II) 200 m weiter bis zum Gipfel des Nördlichen Schwarzkopf und über den Nordgrat abklettern. Ein Felsausbruch vor dem sogenannten "Finger" zwingt allerdings - wenn man sich nicht der tückisch-brüchigen Umkletterung aussetzen will - zum Überklettern desselben (jetzt 6+/7-), was angesichts der schmalen Schneid einigermaßen gespenstisch ist.

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Erstbegehung

Darshano L. Rieser, Tschak Gredler
Datum: 09.08.2026
Stil der Erstbegehung: Trad, Rotpunkt
Kletterzeit der Erstbegeher: 4 h

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